Ausbildung
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Fotolia.comDie Menge an Daten die heute dokumentiert und verarbeitet werden muss, hat sich durch die dynamische Entwicklung des Gesundheitswesens deutlich erhöht. Daher steigt der Bedarf an qualifiziertem Fachpersonal ständig. Dieser Entwicklung wird durch fachgerechte Ausbildung in der medizinischen Dokumentation Rechnung getragen.
Eine Ausbildung in der medizinischen Dokumentation ist auf verschiedenen Wegen möglich, wobei Interesse an Medizin und EDV sowie Freude im Umgang mit Zahlen und Statistik in jedem Falle vorhanden sein sollten. Die Auswahl des geeigneten Ausbildungsweges sollte sich neben den Zugangsvoraussetzungen auch an dem gewünschten Tätigkeitsprofil orientieren.
Ausbildungen in der medizinischen Dokumentation gibt es an Berufsfachschulen, im dualen System und als Studiengang an Fachhochschulen. Daneben werden zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, die Berufstätige für den Einsatz in speziellen Einzelbereichen der medizinischen Dokumentation qualifizieren.
Nachfolgende Ausbildungsgänge (mit Zugangsvoraussetzungen*) sind möglich:
| 01| | Fachangestellter für Medien und Informationsdienste | |
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Hauptschulabschluß | |
| 02| | Medizinischer Dokumentationsassistent | |
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Realschule oder Hauptschule mit mind. zweijähriger Berufsausbildung | |
| 03| | Medizinischer Dokumentar | |
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Hochschul- oder Fachhochschulreife | |
| 04| | Bachelor | |
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Hochschul- oder Fachhochschulreife | |
* Details zu eventuell abweichenden Zugangsvoraussetzungen erfahren Sie direkt bei den Bildungseinrichtungen
Ausbildungsgänge und Ausbildungsinhalte
Die älteste und klassische Ausbildung ist die zur
Medizinischen Dokumentarin, die 1969 erstmals regulär an der Schule für
Medizinische Dokumentation am Universitäts-klinikum Ulm begann. Häufig
steht diese Berufsbezeichnung als Synonym für alle Berufe in der
medizinischen Dokumentation. Die Ausbildung dauert drei Jahre und ist
durch den hohen Anteil an Praktika an verschiedenen Stellen im In- und
Ausland sehr praxisorientiert.
Eingangsvoraussetzung ist die Hochschul- oder Fachhochschulreife. Einige wenige Fachhochschulen haben die
Inhalte dieser Ausbildung adaptiert und bieten ein sechs- bzw.
siebensemestriges Studium in medizinischer Dokumentation an, das mit
dem Bachelor abschließt.
Medizinische Dokumentationsassistentinnen absolvieren eine
zweijährige, in Sachsen eine dreijährige schulische Ausbildung an einer
Berufsfachschule. Voraussetzung für die Zulassung ist die Mittlere
Reife oder ein gleichwertiger Bildungsstand.
Seit dem Jahr 2000 gibt es die duale Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Medizinische Dokumentation. Die Auszubildenden sind an einem Krankenhaus oder einer anderen Einrichtung des Gesundheitswesens angestellt. Die theoretische Ausbildung erfolgt an der Berufsschule.
Alle Ausbildungen und Studiengänge haben als Eckpfeiler die vier Hauptfachgruppen Medizin, Dokumentation, Statistik und Informatik. Die einzelnen Schulen und Aus-bildungsgänge setzen unterschiedliche Schwerpunkte und Vertiefungen. Diese sind vor allem von den Eingangsvoraussetzungen und dem Fächerangebot abhängig.
Berufseignung und Berufsaussichten
Berufstätige in der medizinischen Dokumentation arbeiten mit
den Daten der Patienten und selten direkt mit den Patienten. Deshalb
benötigen sie mathematisch-naturwissenschaftliches Verständnis,
logisches Denken, Interesse am Umgang mit Zahlen, Daten und
Informationen.
Sie müssen sehr genau und zuverlässig arbeiten und verschwiegen
sein. Von Beginn an besteht ein enormer Bedarf an ausgebildeten
Fachkräften. Die Stellenangebote übersteigen seit Jahren die Anzahl der
Absolventen im Bereich der medizinischen Dokumentation. Allerdings gibt
es sehr deutliche regionale Unterschiede. Mit einem guten
Ausbildungsabschluss und der Bereitschaft zu entsprechender Mobilität
findet man den Arbeitsbereich, der einem zusagt.
Berufe in der medizinischen Dokumentation haben Zukunft!
Unsere Geschäftsstelle gibt Ihnen gern weitere Informationen.






Ausgabe März 2013
5. aktualisierte Auflage 2012
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