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aktuelle Marktanalyse 2006...

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Lesen Sie wie sich die Anforderungen und der Bedarf an Medizinische Dokumentare in den letzten 7 Jahren verändert haben.

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Tätigkeitsprofile in der Medizinischen Dokumentation

Haupttätigkeiten innerhalb der letzten 12 Monate

Mit diesem Fragenkomplex wollten wir in Erfahrung bringen, worin die aktuellen Arbeitsschwerpunkte der Befragten lagen (Tab. 10). Dabei sollten maximal vier Haupttätigkeiten genannt werden, an gelegentlichen Aufgaben konnten beliebig viele angegeben werden. Die detaillierte Analyse finden Sie in der mdi 2/2000.

Softwarenutzung und Fachzeitschriften

Häufig verwendete Software, Programmiersprachen, DatenbankenHier haben wir zum einen nach den am häufigsten verwendeten Systemen und Produkten gefragt, zum anderen nach den beruflich wichtigen Fachzeitschriften. Bei 864 Angaben zu Betriebssystemen sind Windows mit 617 Nennungen, Unix/Linux mit 81 und MS-DOS mit 58 Nennungen die am häufigsten verwendeten. Die am meisten genannten Programmiersprachen und Programmapplikationen sind in Tab. 11 zusammengefaßt. Erwähnenswert ist noch, daß 15 Teilnehmer mit SAP-Produkten arbeiten. Bei der Frage nach den wichtigsten Fachzeitschriften wurden so viele unterschiedliche angegeben, daß eine Auswertung wenig Sinn macht. Immerhin wurde die Verbandszeitschrift mdi dabei 109 mal genannt. Allerdings haben nur 292 Teilnehmer die Frage beantwortet.

Diskussion

Insgesamt hat der DVMD mit seiner Umfrage nur einen kleinen Teil der in den medizinischen Dokumentationsberufen Tätigen erreicht. Daß von den Teilnehmern 2/3 MD sind und von den teilnehmenden Verbandsmitgliedern sogar fast 75%, spiegelt das Verhältnis der MD als Berufsverbandsmitglieder wieder. Die Verteilung über die Bundesländer weist zudem ein deutliches West-Ost-Gefälle aus, obwohl in den neuen Bundesländern seit Beginn der 90er Jahre eine Reihe MDA-Schulen sowie eine MD-Schule neu gegründet wurden und bereits mehrere Jahrgänge Absolventen aufweisen. Es ist daher wünschenswert, in den unterrepräsentierten Bundesländern und besonders unter den MDA und den Biowissenschaftlichen Dokumentaren verstärkt Mitglieder für den DVMD zu gewinnen.

Obwohl das Berufsbild Medizinische Dokumentation sich in der Vergangenheit oft als typischer Frauenberuf präsentiert hat, ergibt die Auswertung, daß bei weniger als 6 Berufsjahren der Anteil der Männer proportional wesentlich größer ausfällt als der der weiblichen Teilnehmerinnen. Möglicherweise ist das Berufsbild in den vergangenen Jahren für Männer attraktiver geworden. Ein Erklärungsansatz mag zudem in der allgemein angespannten Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation liegen. Dies zeigt sich auch im steigenden Anteil befristeter Arbeitsverträge. Obwohl ¾ der Befragten in einem unbefristeten Verhältnis angestellt sind, wächst der Anteil befristeter Verträge, je weniger Berufsjahre angegeben wurden: in der Gruppe mit 6 und mehr Berufsjahren beträgt er 12%, während er bei weniger als 6 Jahren bereits 42% erreicht. Der öffentliche Dienst weist hier aufgrund der Drittmittelfinanzierung proportional höhere Anteile als die freie Wirtschaft auf. Da, wie in vielen Medien prognostiziert, der allgemeine Trend auf dem Arbeitsmarkt zu Projektarbeit und damit zu befristeten Arbeitsverhältnissen geht, sind wir gespannt auf die Entwicklung in unserem Berufszweig. Nach der geplanten Umfragewiederholung im Herbst 2001 läßt sich dann besser beurteilen, ob sich der prognostizierte Trend bestätigt oder ob sich Berufsanfänger einen festen Arbeitsplatz erarbeiten konnten. Ein erheblicher Teil der Teilnehmer, und hier besonders die MDA, empfinden sich als nicht angemessen bezahlt und sehen auch keine Chancen für einen Aufstieg. Die Angaben zur Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen und zum Besuch von Messen und Fachtagungen (Tab. 9) verstärken noch den Eindruck, daß die Arbeitgeber kein ausgeprägtes Interesse an einer Personalentwicklung zu haben scheinen. Es überrascht deshalb, daß weitaus die meisten mit ihrem Beruf zufrieden sind. Die Gründe für diese Zufriedenheit werden wir anhand der vorliegenden Daten zu ergründen suchen und unsere Ergebnisse auf der kommenden GMDS Jahrestagung in einem Vortrag erläutern.

Der Löwenanteil der Beschäftigten ist in der Pharmaindustrie tätig, es folgt an zweiter Stelle der öffentliche Dienst mit Universitätsklinika und Krankenhäusern. Der Anteil der Beschäftigungsverhältnisse dort hat sich seit der letzten Umfrage des DVMD deutlich erhöht (28% gegenüber 18% im Jahr 1997). Ein verschwindend geringer Teil der Befragten gab als einen der Arbeitsbereiche die den Krankenhäusern vorgeschriebene Dokumentation gemäß Sozialgesetzbuch an. Es ist jedoch davon auszugehen, daß aufgrund der Gesundheitsstrukturreformen der 90er Jahre und der Gesundheitsreform 2000 der Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern, der bisher überwiegend durch andere Berufsgruppen kompensiert wurde, erheblich wachsen wird. Es liegt auch in den Händen des DVMD und seiner Mitglieder, das Profil des Berufs mit seinen Qualifikationsstufen und das Spektrum an Einsatzmöglichkeiten verstärkt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

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