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Tätigkeitsprofile in der Medizinischen Dokumentation

Auswertungsergebnisse - Teil 2

Martina Rossi, Ulla Roggenbuck

Nachdem in der mdi 1/2000 bereits ein erster Artikel über die Ergebnisse der bundesweiten Umfrage zu den Tätigkeitsprofilen in der Medizinischen Dokumentation erschienen ist, befaßt sich die hier vorgelegte Auswertung detailliert mit der tariflichen Eingruppierung der Teilnehmer.

Allgemeines

Im öffentlichen Dienst (Bezahlung nach BAT) hat das Alter einen sehr starken Einfluss auf das tatsächliche Gehalt (Höherstufung alle 2 Jahre von 21-49). Auch Unterschiede im Familienstand (Zuschläge für Verheiratete sowie für jedes Kind) machen einen gewichtigen Teil des Bruttoeinkommens aus.

Für Berufsanfänger kommt hinzu, dass einige Bundesländer per Ministerialerlass die Eingruppierung in bestimmten (niedrigen) BAT-Stufen für eine gewisse Einarbeitungszeit vorsehen. Begründet wird dies damit, dass der Beruf des Dokumentars nicht explizit im BAT definiert ist.

Bei den Chemietarifen, die für alle Beschäftigten gelten, deren Unternehmen Tarifpartner der IG BCE sind, gibt es unterschiedliche Tarifklassen. Innerhalb dieser Klassen gibt es "Tarifjahre", die sich nach der Berufserfahrung bzw. der Betriebszugehörigkeit richten. Außerdem gelten für die regionalen Tarifbezirke unterschiedliche Basisgehälter, so dass ein Bruttogehaltsvergleich, genau wie bei den BAT-Eingruppierungen, nicht korrekt durchführbar ist.

Um die Daten einheitlicher zu strukturieren und zu viele Detailangaben mit geringen Fallzahlen zu vermeiden, wurde die Feinuntergliederung der Tarifgruppen (z.B. BAT IVa versus IVb bzw. E12 2TJ) ebenso wie die Unterscheidung zwischen BAT Ost und BAT West weggelassen. Die nachfolgenden deskriptiven Statistiken beziehen sich daher immer auf die Grobklassifikation (wie BAT IV bzw. E12).

Eine Ausnahme wird bei BAT V gemacht: hier haben wir die Unterscheidung in Vc versus V (=Vb und Va) beibehalten, weil der BAT an dieser Stelle einen Sprung im Qualifikationsniveau abbildet.

Fragebogenbeantworter ohne tarifliche Eingruppierung konnten Angaben über ihr Bruttojahresgehalt machen. Bei Teilzeitbeschäftigten wurden diese Angaben auf eine volle Stelle hochgerechnet und dann die Bruttojahresgehälter klassiert. Da sich die Gruppe der Befragten mit 'sonstiger Qualifikation' aus einem sehr inhomogenen Berufsspektrum (von der Arzthelferin bis zum promovierten Akademiker) rekrutiert, wird dieses Subkollektiv in die nachfolgenden Betrachtungen nicht einbezogen.

Eingruppierung und Qualifikation

Betrachtet man die Eingruppierung unter dem Aspekt der Qualifikation, so findet man die drei Qualifikationsstufen mit MDA (bisher zweijährige Fachschulausbildung), MD (dreijährige Fachschulausbildung) und BioDok (Fachhochschulausbildung) sowohl in den Modal- als auch in den Minimalwerten des jeweiligen Tariftyps wieder (Tabelle 12).

Die zwei MD mit der Eingruppierung E04 werden als Ausreißer eingestuft, weil als nächsthöhere Eingruppierungsstufe dann E08 (n=3) angegeben wurde.

Qualifikationsstufen und Eingruppierung in den BAT. Darstellung als horizontale Balkengrafik, unterteilt nach den BATs und innerhalb dieser nach den Berufsgruppen.Eingruppierung in den Chemietarif und Qualifikation in der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Horizontale Balkengrafik, gruppiert nach Tarifen und innerhalb derer Aussage über die prozentuale Verteilung der Berufsgruppen.Im BAT sind die BioDok in den oberen Gehaltsklassen prozentual stärker vertreten als die MD. Betrachtet man die Gruppe der Personen, die ihr Bruttojahresgehalt angegeben haben, so kehrt sich diese Tendenz um. Erstaunlich ist, dass der Spitzenverdienst (180 TDM) in dieser Umfrage von einem/r MDA erzielt wird, und die MD mit 13 Nennungen für die Klassen über 110 TDM den BioDoks deutlich überlegen sind. Allerdings sollte man bei diesen wie auch den folgenden Betrachtungen den Aspekt der unterschiedlichen Fallzahlen für die jeweiligen Qualifikationsstufen nicht außer Acht lassen (Abbildung 5, 6, 7).

Qualifikationsstufen und klassiertes Jahreseinkommen in TDM. Darstellung als horizontales Balkendiagramm mit Klassierung der Jahrseinkommen und der prozentualen Verteilung der Berufsgruppen innerhalb dieser Einkommensklassen.

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